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9.11 - Tag der Erfinder

Der Erfinderpreis geht an...


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Wir gehen gerne auf Medien zu und umgekehrt sind wir offen für Anfragen. Erfolgsgeschichten statt "Spinner"-Stories. Wir liefern Ihnen Geschichten für die Ausgabe oder Sendung vom 9. November.

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Presse


Interview mit dem Initiator des Tages der Erfinder


In folgendem Interview finden sich die gängigen Fragen die von befreundeten Journalisten und Bekannten bei der Vorstellung des Projektes an mich gerichtet wurden.

JournalistIn: Braucht es einen Tag der Erfinder ? Andere Berufsgruppen haben ja auch keinen eigenen Tag.

Gerhard Muthenthaler: Das ist ja gerade das Problem, dass Erfinder eben keine wirklich definierte Gruppe sind. Es gibt keine Berufsvertretung und auch keine Stimme. So wie uns der Tag des Apfels an unsere Gesundheit erinnern soll, kann uns zukünftig der Tag der Erfinder an unsere Kreativität erinnern.

Warum gerade am 9. November?

Da bin ich fast versucht zu antworten: „Warum nicht?“ Bei der unendlichen Anzahl an großartigen Erfindern und Erfinderinnen die die Geschichte hervorgebracht hat, wäre es natürlich möglich gewesen jeden x-beliebigen Tag zu wählen. Es hätte sich immer ein Geburtstag oder ein „erstes Mal“ finden lassen. Hedy Lamarr war jedoch das beste Beispiel dafür.

Die Internetadresse ist www.tag-der-erfinder.de, Hedy Lamarr, war aus Österreich. Handelt sich um den deutschen Tag der Erfinder, oder streben Sie nach Höherem?

Eine Internetadresse ist ja eine weltweit verfügbare Quelle und soll nur die Herkunft der Information anzeigen. Ich wünsche mir eigentlich, dass der 9. November für jeden zum Tag der Erfinder wird, der etwas darüber liest oder hört. Das schränkt es erst einmal auf alle ein, die deutsch verstehen, da es noch keine englische Seite gibt. Ich kann aber berichten, dass ich jetzt schon Partner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für das Projekt gewinnen konnte.

Sollte politisch mehr unternommen werden um Erfinder zu unterstützen?.

Man kann immer mehr unternehmen. Es ist aber nicht meine Art zu fordern. Ich denke, wenn wir den Erfinder und die Chancen durch neue Entwicklungen abseits großer Konzerne in den Mittelpunkt rücken, wird sich die Politik auch der Sache annehmen.

Müssen Erfindungen immer verrückte Sachen sein?

Hier sprechen Sie einen Punkt an, der einer der Hauptgründe für einen Tag der Erfinder war. In den Augen der Nicht-Erfinder sind Erfindungen all die verrückten Dinge, die man in den Medien findet, wenn in der Überschrift Erfindung steht. Die Gleichsetzung von Erfindern mit Spinnern und Erfindungen mit kuriosen Sinnlosigkeiten ist ein Phänomen des deutschen Sprachraums. In den USA oder in Asien bezeichnet „Erfinder“ die Masse der Techniker, Forscher und Unternehmer mit neuen revolutionären Ideen. Die Ausnahme der verrückten Ideen wird, wie inzwischen auch schon bei uns mit dem Begriff „Chindogu“ bezeichnet.

Warum denken Sie, werden Erfinder heute mehr belächelt und als Spinner dargestellt?.

Vielleicht weil sich Geschichten über Spinner besser verkaufen lassen. Ein Mann, der eine Fluggerät aus gesammelten Abfällen baut ist sicher ein medialer Fang, ich selbst sehe mir so etwas auch an. So genannte „Spinner“ machen die Welt ja erst richtig schön bunt.

Wie haben Sie den Tag der Erfinder erfunden. Wann kommt einem die Idee so etwas ins Leben zu rufen?

Wie kommt man überhaupt auf eine Idee. Ich war mit der Situation unzufrieden und irgendwann habe ich gehört, dass es in Argentinien einen nationalen Tag der Erfinder gibt. Das habe ich als Chance gesehen den Erfinder als positives Gegengewicht zu Feldherren und Politikern zu positionieren. Da war der Weg dann nicht mehr so weit. Befreundete Erfinder waren von der Idee begeistert und haben mich ein Jahr lang angestachelt es umzusetzen. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass sie mich auch unterstützen und sich von ihrer besten Seite zeigen.

Wie viele Erfindungen werden tatsächlich umgesetzt?

Ich kenne nur die Zahl, dass 3 von 100 die Chance haben umgesetzt zu werden. Diese Zahl kann ich in etwa bestätigen. Da es aber schon eine Aktivität ist, zum Patentamt, oder zu einem Verwerter zu kommen, weiß ich nicht wie viele Erfindungen zuhause in Schubladen, oder gar nur in Köpfen auf die Umsetzung warten. Viele hoffe ich und vielleicht kann zukünftig der 9. November dazu beitragen Mut zu machen und an die eigene Kreativität zu gleuben.

Kann man bewusst eine Erfindung machen, oder "passiert" so etwas immer?

Ja man kann auch bewusst erfinden. Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Triz, des russischen Erfinders Altschuller ist wohl die bekannteste Methode. Ich denke aber, dass es für den privaten Erfinder wenig Sinn macht sich mit systematischem Erfinden zu beschäftigen, da hier im Team, in Forschungszentren bessere Resultate zu erzielen sind.

Wie viele Erfindungen landen jährlich bei Ihnen / beim Patentamt?

Auf meinem Schreibtisch landen jährlich etwas unter 1000 Erfindungen, bzw. Ideen. Davon verschwindet jedoch ein überwiegender Teil nach dem ersten durchlesen in der Schublade. Für etwa 100 Ideen lohnt es sich dann zumindest einmal den Markt zu durchleuchten. Beim Patentamt landen jährlich etwa 60.000 nationale Anmeldungen. Davon sind aber nur ein kleiner Prozentsatz von privaten Erfindern.

Wie viele Erfinder gibt es in Deutschland, die von ihrer Erfindung leben können?

Die Frage ist so nicht zu beantworten, da private Erfinder ja nicht in einer Berufsvereinigung organisiert sind. Zusätzlich gibt es noch die vielen Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure die in Universitäten und großen Unternehmen forschen und erfinden. Diese bezeichnen sich aber nicht gerne als Erfinder, da wie bereits erwähnt das Wort bei uns eher dem Spinner zugeordnet ist.

Was wird als erstes gemacht, wenn ich eine Erfindung gemacht habe?

Nachdem man zwei Kleinigkeiten abgeklärt hat sollte der Schritt zum Patenanwalt oder Patentamt erfolgen. Als erstes sollte man , ohne die Idee zu verraten, schauen ob es das Produkt / die Idee schon gibt. Das Internet und minimale Kenntnisse in Englisch reichen dafür aus. Danach muss man sich fragen ob es einem Geld und Zeit wert ist ,die Idee bis zum Ende zu verfolgen.

Sind nicht die ganz großen Erfindungen schon gemacht worden?

Ein klares Nein. Sicher kommt nicht jedes Jahr eine Revolution wie die Dampfmaschine, aber sehen Sie sich das Internet an, welches in der jetzigen Form ja wirklich noch neu ist. Solche Erfindungen ziehen dann auch noch immer einen ganzen Schwarm an weiteren hinter sich her.

Aber das ist doch ein Problem, wenn alle Erfindungen nur noch High-Tech sind. Kann dann ein Einzelner noch eine geniale Idee haben, und die auch wirklich umsetzen?

Erst einmal ja, aber ich werde vielleicht eine kurze Geschichte zum Beweis erzählen. Herr Günther S. wird Vater. Er kauft für seinen Sohn eine Lauflernhilfe. Das sind diese Teile, mit Rädern wo man sein Kind reinsetzt und es strampelt dann mit viel zu hoher Geschwindigkeit Richtung Tischkante oder offener Schublade. Bei einer Preisrecherche im Internet merkt er, dass alle Ärzte vor Haltungsschäden und Verletzungen warnen. Es gibt aber keine Lauflernhilfen die sicher sind, dabei wäre es so einfach denkt sich Herr S., bis zu diesem Tag Projektmanager einer Internetfirma, der mit Erfinden nichts am Hut hatte. Der Gedanke wird zu Papier gebracht zum Patent angemeldet und heute wartet Herr S. auf seinen Lizenzvertrag.

Klingt das nicht etwas zu einfach? Was ist mit den vielen erfolglosen Erfindern?

Herr S. ist vor weniger als einem Jahr zu uns gekommen, und er hatte Glück, dass er nicht bereits vor der Patentanmeldung zu einem Produzenten von Lauflernhilfen gegangen ist, und er hat Geld investiert, weil er an sein Produkt glaubte. Das alles war nicht einfach, und es liegt ein Jahr voller Arbeit hinter uns. Vielleicht ist seine Idee eine gute unter 100 schlechten, aber bei unendlich vielen Ideen ist jede hundertste doch ein große Zahl.

Sie sprachen von Investitionen. Was kostet es eine Erfindung patentieren zu lassen?

Ich würde mit Startkosten von mindestens 1500 im ersten Jahr rechnen. Das unterscheidet sich von Patentanwalt zu Patentanwalt. Dazu kommen aber auch noch Kosten für die Vermarktung. Das können Unterlagen, Reisen zu Lizenznehmern, Modelle und vieles mehr sein. Ein erstes Beratungsgespräch bei einem Patentanwalt oder/und Patentverwerter muss man umsonst bekommen, dann sollte man aber insgesamt mit mindestens 3000 Euro und ein Jahr bis zur Umsetzung rechnen.

Sagen Sie mir zum Abschluss noch welchem Erfinder sie für seine Erfindung am dankbarsten sind.

In einem Fernsehinterview würde ich King Camp Gillette sagen, aber der Scherz würde in einem Printmedium nicht ankommen. Aber ganz im Ernst, ich habe mich wohl zu viel damit beschäftigt um einen Erfinder besonders zu betonen. Bei der Verbreitung unserer Initiative bin ich jedenfalls den Erfindern des Buchdrucks, des Internets und des Fernsehens sehr dankbar. Danke für Ihre Zeit.

Das Interview steht zur freien Verfügung.

Bei weiterführenden Fragen melden Sie sich bitte bei:

Gerhard Muthenthaler
Kastanienallee 50/51
D-10119 Berlin
Tel/Fax: +49(0)30 - 44 717 656
E-mail: office@erfinder.at


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