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Werner von Siemens (Elektrotechnische Erfindungen)
(* 13. Dezember 1816 in Lenthe bei Hannover; † 6. Dezember 1892 in Berlin)
Werner Siemens besuchte in Lübeck das Katharineum. Ab 1834, nachdem sich Werner Siemens in Berlin als Offiziersanwärter bei den technischen Truppen bewarb, studierte er 3 Jahre an der Berliner Artillerie- und Ingenieurschule. Hier bekam er eine umfassende Ausbildung auf naturwissenschaftlichen gebieten, wie Mathematik, Physik, Chemie und Ballistik. Diese Ausbildung beendete er 1838 als Artillerie-Leutnant.
Nach dem Tod der Eltern 1839/1840 musste Werner als ältester die Vaterstelle übernehmen. Ab 1842 ständig in Berlin lebend wurde er als Leutnant Werner Siemens wegen Teilnahme an einem Duell zu einer Festungshaft verurteilt. Zur Fürsorge für seine Geschwister verpflichtet, kümmerte er sich um deren Unterhalt und Ausbildung. Er begann erste Erfindungen gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm finanziell auszuwerten.
Ende 1846 entwickelte er den elektrischen Zeigertelegraphen. 1847 gründete er mit Johann Georg Halske in Berlin die "Telegraphenanstalt von Siemens & Halske AG". Zwischen 1852 und 1855 bauten sie das russische Telegrafennetz. 1870 ging nach dreijähriger Bauzeit die Indo-Europäische Telegraphenlinie zwischen London und Kalkutta mit einer Länge von über 11.000 Kilometern in Betrieb. 1875 gelang Siemens mit Hilfe seiner Brüder sogar die Verlegung des ersten direkten Transatlantikkabels. Für die Verlegung der Kabel konstruierte er eigens ein Spezialschiff, die Faraday.
1866 entdeckte er das dynamoelektrische Prinzip (Dynamo)
1879 die erste elektrische Eisenbahn und die erste elektrische Straßenbeleuchtung (in Berlin)
1880 der erste elektrische Aufzug
1881 die erste elektrische Straßenbahn (in Lichterfelde)
1888 wurde Werner Siemens durch Kaiser Friedrich III. in den Adelsstand erhoben.
Die SI-Einheit des elektrischen Leitwerts wurde nach ihm benannt.
Am 17. Februar 1887 erwirbt Werner von Siemens das ca. 600 ha große Gut Berlin-Biesdorf inklusive Schloss und überträgt es 1889 seinem Sohn Wilhelm. Dieser lässt den Schlosspark zwischen 1891 und 1898 durch den Gartenbauarchitekten Albert Brodersen zu einem Landschaftspark mit 14 ha erweitern.
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