tag-der-erfinder.de
|Home |Tag der Erfinder |Der Erfinderpreis |Geschichten |Presse |Über uns |Partner | | |
Erfinder Geschichten
Archimedes
Genrich Altschuller
A.Graham Bell
Carl Benz
Emil Berliner
Ferdinand Braun
Gottlieb Daimler
Rudolf Diesel
Karl Drais
Artur Fischer
D.G.Fahrenheit
Heinrich Göbel
King Camp Gillette
Johannes Gutenberg
P.Matthäus Hahn
Viktor Kaplan
Alfred Krupp
Johann Kravogl
Hedy Lamarr
Otto Lilienthal
Carl von Linde
Siegfried Marcus
Josef Madersperger
O.Mergenthaler
Peter Mitterhofer
Alfred Nobel
Nikolaus Otto
Joseph Ressel
Niklaus Riggenbach
W.von Siemens
Wilhelm Schmidt
Alois Senefelder
Andreas Stihl
Nikola Tesla
David Schwarz
Konrad Zuse
Geschichten » Hedy Lamarr


Hedy Lamarr (Frequenzsprungverfahren)



Hedwig Eva Maria Kiesler (* 9. November 1913 in Wien; † 19. Januar 2000 in Orlando, Florida)

Hedy Lamarr

Lamarrs Vater, Emil Kiesler, war Bankdirektor, die Mutter Gertrud Pianistin. Lamarrs erste bedeutende Rolle in einem Spielfilm war Man braucht kein Geld mit Heinz Rühmann und Hans Moser. Der tschechische Film Ekstase von 1933 war aufgrund seiner Nacktszenen ein Skandal. Aber nicht nur die zehnminütige Nacktszene - ein Bad in einem See und der anschließende Gang nackt durch einen Wald - sorgte für Aufsehen, sondern vor allem eine Liebesszene, in der lediglich ihr sexuell erregtes Gesicht zu sehen war. Der Film wurde weltweit nur in einer stark geschnittenen Fassung gezeigt und sogar von Papst Pius XI. angegriffen.

Sie heiratete den Wiener Industriellen Fritz Mandl, einem herrschsüchtigen Mann, der ihr das Filmen verbot. 1937 floh sie vor ihm nach Londo, und nahm den Künstlernamen Hedy Lamarr an. Danach ging sie weiter in die USA und spielte in Hollywood in mehr als 30 Filmen mit. Ihren größten kommerziellen Erfolg feierte Hedy Lamarr 1949 mit dem Film Samson und Delilah. Obwohl sie in der Wahl ihrer Rollen keine sichere Hand hatte - so lehnte sie die Hauptrolle zu Casablanca ab - galt sie zu der damaligen Zeit als schönste Frau der Welt. Ihren letzten Film drehte sie 1958.

Hedy Lamarr, die sich als Nazigegnerin im 2. Weltkrieg auf die Seite der Alliierten stellte, entwickelte eine 1942 patentierte Funkfernsteuerung für Torpedos. Diese war durch sich selbsttätig wechselnde Frequenzen störsicher. Zu der Erfindung war es gekommen, als sie und der Komponist George Antheil eines seiner Werke für 16 Klaviere synchronisieren wollten. Das Problem löste sie mittels identischer Lochkarten in Sender und Empfänger. Dadurch waren die zeitgleichen Frequenzwechsel möglich. Da das US-Militär die Erfindung nicht zum Einsatz brachte - sie nahmen das Patent einer Schauspielerin und eines Komponisten nicht ernst - konnten die beiden Erfinder keinen finanziellen Nutzen erzielen. Erst mit der GSM-Technik wurde auf die Entwicklung zurückgegriffen, das Patent war jedoch mittlerweile abgelaufen.

Hedy Lamarr war sechs Mal verheiratet und hatte drei Kinder. Sie starb am 19. Januar 2000 in Orlando, Florida.

Dieser Artikel basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde von uns aktualisiert. Für den Originaltext unter GNU-Lizenz bitte besuchen sie www.de.wikipedia.org


Copyright 2006 by erfinder.at - office@erfinder.at
Impressum